Selbst denken lernt man nur offline
Sechs Fragen, sechs Antworten. eMail-Interview, CodingKids, März 2017 (online)
Sechs Fragen, sechs Antworten. eMail-Interview, CodingKids, März 2017 (online)
Drei Fragen, drei Antworten. eMail-Anfrage Mehmet Toprak (IT & Karriere-Sonderbeilage, Heise, 02/2017)
Wohin führt die zunehmende Digitalisierung der Schule? Gibt sie Unterprivilegierten eine Chance oder werden sie ausgegrenzt? Ein Fürsprecher und ein Kritiker im Streitgespräch. Interview von Susanne Klein und Ulrike Nimz (Serie „Digital Divide“, Süddeutsche Zeitung)
Die aktuelle Diskussion über Chancen und Risiken der Digitalisierung aller Lebensbereiche – aktuell werden Bildungs- und Gesundheitssystem systematisch digitalisiert – krankt an einem Missverständnis. Für die meisten Menschen sind Laptop, Tablet und Smartphone weiterhin „nur“ Computer …
Was passiert, wenn Bildungspolitik maßgeblich von Wirtschaftsvertretern und IT-Lobbyisten konzipiert wird, zeigt exemplarisch der Digitalpakt#D des BMBF. Der Bildungsföderalismus der Länder wird unterlaufen, das Grundgesetz bei Bedarf umgangen und Grundrechte der Lehrerinnen und Lehrer ausgehebelt. Dafür sitzen Vertreter der IT-Wirtschaft in den Beratungsgremien und können ihre Vorstellung von „digitaler Bildung und Unterricht“ durchsetzen.
Im Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt angekündigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Was statt Investitionen in IT-Infrastruktur und Hardware zu fordern ist, steht in dieser Erklärung.
Unter dem Titel „Saarbrücker Manifest“ haben sieben Mitglieder des Feldafinger Kreises im Vorfeld des 10. Nationalen IT-Gipfels erstmals Forderungen formuliert, wie man sie sonst von Silicon-Valley-Monopolisten kennt. Ob Verfassung oder Grundrechte: Alles habe sich den Geschäftsmodellen der IT-Wirtschaft unterzuordnen.
DeutschlandradioKultur | Im Gespräch | Beitrag vom 15.10.2016
Generation „Wisch und Weg“ Wie Smartphone und Co. unser Leben verändern. Moderation: Klaus Pokatzky im Gespräch mit Pia Zimmermann und Prof. Dr. Ralf Lankau
in: Zierer, Klaus; Kahlert, Joachim; Burchardt,Matthias (Hg.): Die pädagogische Mitte – Plädoyers für Vernunft und Augenmaß in der Bildung, Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt KG, 2016, S. 203-214
Im Kunst- als Gestaltungsunterricht scheinen digitale Geräte das Mittel der Wahl. Kann nicht so die Brücke geschlagen werden zwischen freien, künstlerischen Arbeiten und digitaler Medienproduktion?
Stellungnahme zum Antrag 16/10796 (Landtag NRW) zur Stärkung von „digitaler Bildung“ und Medienkompetenz, Antrag der Fraktion der FDP 2016, Drucksache 16/10796); Stellungnahme Prof. Dr. phil. Ralf Lankau
Dass Kinder auch ohne IT lernen, war eine der wichtigen Botschaften, die Prof. Dr. Lankau in seinem Vortrag seinen Zuhörern mitgab. Es ging um das Lernen in der Schule und wodurch dieses verhindert werden kann. Am Ende war klar: Verhinderer ist ein von Digitaltechnik dominerter Unterricht. Von Helmut Kern
Schule und Unterricht nach Maßgabe des Kompetenzdenkens und der Forderung nach umfassender „Digitalisierung der Bildung“ sind gleichermaßen Ausdruck und praktische Umsetzung eines reduktionistischen Welt-und Menschenbildes. Gastbeitrag von Burkard Chwalek, Bingen
Das Vordringen der Digitaltechnik in alle Lebensbereiche ist nicht zu leugnen, auch wenn die Notwendigkeit dafür (aus Geschäftsinteressen) nur behauptet wird. Nach Arbeitswelt, Kommunikation und Konsum stehen jetzt Bildungs- und Gesundheitssystem auf der Agenda der Digitalisten. Aktuell kann man das bei der Diskussion um die digitale Gesundheitsakte verfolgen. Der Mensch wird zum Datenobjekt.
Unter dem Titel „Lernen im Digitalen Wandel“ hat die Landesregierung NRW einen „Dialogprozess zu Bildung 4.0“ gestartet. Aber vollautomatisierte Lernfabriken, durch die das „Werkstück Mensch“ digital gesteuert von Lernstation zu Lernstation geschleust wird, bis es mehrfach geprüfte und validerte Kompetenzen aufweist, kann nicht Ziel von Bildungseinrichtungen sein, oder?