„Wir stecken mitten in einem Bildungsnotstand“
Prof. Dr. Klaus Zierer zur aktuellen Lage im Bildungssystem und zu den Handlungsempfehlungen der Prien-Expertenkommission.
Offenburg / Stuttgart. Pressemitteilung vom 13-7-2026
Prof. Dr. Klaus Zierer zur aktuellen Lage im Bildungssystem und zu den Handlungsempfehlungen der Prien-Expertenkommission.
Offenburg / Stuttgart. Pressemitteilung vom 13-7-2026
Anfang des Jahres 2026 erklärte der Neurowissenschaftler Jared Cooney Horvath in einer schriftlichen Stellungnahme vor dem US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr, dass die Gen Z (Generation Z) trotz ihres beispiellosen Zugangs zu Technologie kognitiv weniger leistungsfähig sei als frühere Generationen. Diese Generation sie die die erste in der modernen Geschichte, die in standardisierten Tests schlechter abschneide als die vorherige.
Springer Nature zieht eine Meta-Analyse zurück, die große Lerneffekte durch ChatGPT belegen sollte. Der Grund: Die Studie sei wissenschaftlich nicht haltbar, der Herausgeber habe Bedenken hinsichtlich der Unstimmigkeiten in der Metaanalyse und die methodischen Probleme würden das Vertrauen in die Validität der Analyse und der darauf basierenden Schlussfolgerungen untergraben.
Auch bei KI: Es bleibt die Frage nach den richtigen Fragen. Von Susanne Rohland
Zuerst erschienen in Lunapark21 – zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie, Heft 68 (Frühjahr 2026) mit dem spezial Mustererkennung: KI, Technik, Herrschaft.
Publikation der AG „Gegen die Ökonomisierung der Bildung“ in der GEW Hessen, erschienen im Dezember 2025. Das Arbeitsgruppenteam: Dr. Gabriele Frenzel, Maria Heydari, Günter Köhler, Thomas Sachs, René Scheppler, Herbert Storn, Eva Maria Wehrheim.
Immer mehr KI-generierte Bücher, Podcasts, Websites und Videos verändern die Wahrnehmung der User und den öffentlichen Diskurs. Auch die Wissenschaft wird durch Hunderttausende von gefälschten Studien in ihrem Kern – der Suche nach validen, beleg- und prüfbaren Aussagen – diskreditiert. Mit der Stockholm Declaration versucht eine Gruppe von Forschern, den organisierten Wissenschaftsbetrug zu stoppen.
Zu den Untoten der technikaffinen Bildungsbürokratie gehört die Fiktion, Lernprozesse und ganze Bildungsbiographien nach ökonomischen Prinzipien organisieren, durch Medien(technik) standardisieren und durch kleinteilige Prüfung und Vermessung Lernleistungen und Lernerfolge steuern zu können. Gemeinsam ist diesen Ansätze aus Ökonomie und IT die De-Humanisierung von Schule und Unterricht durch Datafizierung und die Logik der iT. Kommentar von Ralf Lankau.
Ein Beitrag zu Gütekriterien und Grenzen wissenschaftlicher Texterstellung mittels generativer Künstlicher Intelligenz. Von Sabine Anand und Birgit Spies . Veröffentlicht am 17.09.2025. Aktualisiert am 17.09.2025
oder: Von „digital first“ über „digital only“ zur technizistischen Demokratur
Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 9. April 2025 liest sich im Kapitel 2.3 zur Digitalisierung wie die Erfüllung des Wunschzettels der IT-Wirtschaft und ihrer Lobbyverbände. Aus „digital first“ wird sogar „digital only“. Dabei hatte Bundespräsident Steinmeier schon 2019 gemahnt: „Nicht um die Digitalisierung der Demokratie müssen wir uns zuallererst kümmern, sondern um die Demokratisierung des Digitalen!“ Wir müssen über ethische und soziale Folgen der Technik diskutieren und die Frage beantworten, für was man Computersysteme einsetzen darf – und für was nicht. Nicht das technisch Machbare, das zu Verantwortende muss der Maßstab sein. Daher gilt für den Koalitionsvertrag: Die Hausaufgaben sind noch nicht gemacht.
Rückgewinnung der Autonomie über IT-Systeme – und das eigene Leben. Angela, Merkel, formulierte am 19. Juni 2013: „Das Internet ist für uns alle Neuland …“ Das trug ihr maximale Häme im Netz ein – und erweist sich als vorauschauend, denn das Zitat geht weiter mit „… und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung natürlich, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“ Von Ralf Lankau
Digitale Medien sind Informationsträger, die mit digitalen Techniken, u.a. algorithmisch oder mit „generativer Intelligenz“ arbeiten. Das Problem besteht u.a. darin, dass Bilder nicht mehr auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden können und der Rezipient den Wahrheitsgehalt von Texten mit wissenschaftlichen Methoden überprüfen müsste. Ein Gastbeitrag von Stephan Schimmelpfennig (zuerst erschienen in: HLZ 6/21 S.18-19)
Warum automatisierte Datenverarbeitung keine Intelligenz ist, in Schulen weiter selbst gelernt werden muss – und Anstrengung lohnt.(Teil I) Erschienen in: Katholische Bildung, Verbandsorgan des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e.V, (VkdL), Heft 5/6 Mai/Juni 2024, S. 127-131. Von Ralf Lankau
Die dänische Agentur für Bildung und Qualität gibt jetzt Empfehlungen zum Einsatz von Bildschirmen in Grundschulen und außerschulischen Programmen heraus, nachdem der sozialdemokratische Minister für Kinder und Bildung, Mattias Tesfaye, sich im Dezember 2023 dafür entschuldigt hatte, dass die dänische Regierung Jugendliche zu „Versuchskaninchen in einem digitalen Experiment“ gemacht habe.
„analog vor digital“ richtet sich an alle, die sich für eine mündigkeitsorientierte Medienbildung interessieren – sowohl in medienpädagogischen als auch in informatischen Themenfeldern. Von Brigitte Pemberger und Paula Bleckmann
Lernen ist Aufbrechen zu Neuem; Bildung eröffnet Horizonte. Das ist anspruchsvoll. Lehrpersonen agieren vielfach unter Bedingungen der Unsicherheit. Dabei tragen sie eine hohe Verantwortung. Freiheit ist das notwendige Korrelat. Gedanken zum Schuljahresbeginn. Von Carl Bossard